Polizeikaserne Waisenhausplatz
Bern 1986-1989 Anbau an das 1786 erbaute Waisenhaus, das seit 1942 als Polizeikaserne dient und 1952 um einen Zwischenbau und eine zweite Kaserne erweitert wurde. Das Gebiet der Aaretalhänge verlangte grosse Rücksichtnahme auf den bestehenden Baumbestand, der in seinem heutigen Ausmass integral erhalten blieb. Das ausgeführte Projekt nimmt zudem grösstmögliche Rücksicht auf das alte Weisenhaus, dessen Fassaden vollständig unangetastet bleiben. Auf der Aareseite wurde mit dem neuen Sockelbau die Flucht der bestehenden Bauten weitergeführt: das Waisenhaus verblieb so als freistehender Solitärbau. Die „bewohnbare Mauer“ und der Café-Pavillon: Das ist das eigentliche Architekturthema des Neubaus an diesem Ort. Der Bau ist kein „Haus“, sondern ein grosses Volumen hinter einer mächtigen Mauer, die einerseits Sockel für das alte Weisenhaus und gleichzeitig auch Fortsetzung und Ergänzung der bestehenden Bauflucht an der Aaretalkante ist. Der Sockelbau ist mit Stein verkleidet, von massivem Ausdruck, die Fenster als Einzelöffnungen in der Mauer so ausgebildet, dass die Schwere des Materials spürbar wird. Über dieser Mauer und darüber auskragend ist die Cafeteria im Ausdruck eines leichten Pavillons als Metallbau (Stahlgerippe mit Aluminiumverkleidung) konzipiert.
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